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Statt Biergarten für Heilbronner Daumenschrauben, Fußfesseln und Zwangsschließungen

Die Tübinger sitzen maskenlos im sonnigen Biergarten, für Heilbroner gibt's stattdessen seit Dienstag Daumenschrauben, Fußfesseln und Zwangsschließungen.

In der Stadt Heilbronn gelten seit Dienstag, 30. März, die verschärften Corona-Regeln ab einer 7-Tage-Inzidenz über 100. Diese in der Landes-Verordnung festgelegten Zwangsmittel, wenn in einem Kreis die 7-Tage-Inzidenz drei Tage in Folge die Marke von 100 überschreitet. Im Stadtgebiet Heilbronn war dies in den vergangenen drei Tagen der Fall. Nachdem die Bekanntmachung auf der städtischen Webseite erfolgte, werden die neuen Zwangsmittel am zweiten folgenden Werktag gültig.

Private Treffen sind dann nur noch mit einer weiteren Person, die nicht zum eigenen Haushalt gehört, erlaubt. Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

Der Einzelhandel darf kein „Click & Meet“ mehr anbieten. „Click & Collect“ ist aber möglich. Somit können Waren weiterhin beim lokalen Einzelhandel – telefonisch oder online – bestellt und dann vor Ort abgeholt werden. Ein Gastro- und Shoppingführer unter www.heilbronn.de/shopping gibt einen Überblick über die lokalen Angebote.

Museen und Galerien werden geschlossen. Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen dürfen nur noch Online-Unterricht anbieten.

Körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo-, Sonnen- und Piercingstudios sowie kosmetische Fußpflegeeinrichtungen müssen schließen. Medizinisch notwendige Behandlungen, insbesondere Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Podologie und Fußpflege, sind weiterhin erlaubt. Friseurbetriebe dürfen geöffnet bleiben, Barbershops nur für Friseurdienstleistungen, nicht jedoch für Rasuren bzw. Bartschneiden.

Außen- und Innensportanlagen für den Amateur- und Freizeitsport müssen erneut geschlossen werden. Individualsport auf weitläufigen Anlagen, wie z.B. Golf, bleibt weiterhin erlaubt. Gruppensport im Freien ist nicht mehr erlaubt, es gelten die verschärften Kontaktbeschränkungen.

„Wir alle sind der Pandemie müde. Zum eigenen Schutz und zum Schutz aller müssen wir uns aber weiterhin konsequent an die Regeln halten, bis wir durch ein ausreichendes Impfniveau das Virus in den Griff bekommen. Dennoch brauchen wir jetzt zwingend eine landesweite Öffnungsperspektive für den Einzelhandel, die Gastronomie und die Kulturschaffenden, um ein Leben mit der Pandemie und nicht erst nach der Pandemie zu ermöglichen“. So verteidigt Oberbürgermeister Harry Mergel. Die dazu für alle Städte im Land geltenden notwendigen Kriterien erhofft sich Mergel aus dem Tübinger Modellprojekt.

In Heilbronn sei das Infektionsgeschehen diffus, ohne singuläre Häufungen. Der überwiegende Teil der Infektionsfälle werde durch Virus-Varianten ausgelöst, insbesondere die hoch ansteckende englische Variante B 117.

 

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