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Heilbronn: Stadt verwaltet 25 Stiftungen und 4 Nachlässe

Die Stadt Heilbronn verwaltet derzeit 25 Stiftungen und 4 Nachlässe, die sich in unterschiedlichsten Bereichen in Heilbronn engagieren. Auch im Jahr 2019 konnten diese Stiftungen und Nachlässe aus ihren Erträgen zahlreiche kulturelle, soziale und wissenschaftliche Projekte, Veranstaltungen und Initiativen mit rund drei Millionen Euro unterstützen. Dies geht aus einer Übersicht der Stadtkämmerei hervor.

„Wir sind dankbar dafür, dass Stifter und Mäzene unsere Stadt so engagiert unterstützen. Durch die Erträge der Stiftungen und Nachlässe konnten wir eine ganze Reihe von Projekten fördern, die ohne diese Unterstützung so nicht hätten umgesetzt werden können“, erläutert Heilbronns Erster Bürgermeister und Finanzdezernent Martin Diepgen.

Die Stiftungen und Nachlässe verfügen über ein Sach- und Finanzvermögen von rund 38 Millionen Euro. Aufgrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus müssen sie allerdings mit zurückgehenden Erträgen auskommen. Gerade bei den kleineren Stiftungen wird es dadurch schwieriger die Stiftungszwecke zu erfüllen.

Größte Stiftung ist die Becker-Franck-Stiftung. Diese finanziert zu 50 Prozent die Becker-Franck Kindergärten in der Ellwanger Straße, der Staufenbergstraße und im Badener Hof. Die Stiftung hat rund 18 Millionen Euro Vermögen. In ihrem Vermögen befand sich bis 31. Dezember 2019 neben den genannten Kindergärten auch das Käthchenhaus und die Räume der Touristeninformation in der Kaiserstraße.

Die Spitalstiftung ist die älteste Stiftung der Stadt. Sie geht auf die Stiftung des Katharinenhospitals durch den Rat der Stadt Heilbronn im Jahre 1306 zurück. Stiftungszweck ist nach der Stiftungsurkunde die Pflege und Unterstützung armer und kranker Menschen. Ein großer Teil des Stiftungsvermögens wird seit 2012 zur Finanzierung des Neubaus der SLK Kliniken Heilbronn GmbH am Gesundbrunnen eingesetzt. Die Stiftung hat ein Vermögen von rund 9,1 Millionen Euro.

Für die Förderung von Kultur- und Kunstwerken sowie der Volksbildung setzt sich die Paul- und Anna-Göbel-Stiftung ein. 2019 wurde der Umbau des Literaturhauses im Trappenseeschlößchen mit 260.000 Euro gefördert. Die Stiftung hat ein Vermögen von rund 5,4 Millionen Euro.

Die Maria-Ensle-Stiftung fördert ideelle und kulturelle Zwecke. Dazu zählen die Förderung der Stadtbibliothek, Museen und Ausstellungsräumlichkeiten für Heilbronner Künstler. Im Sachvermögen der Stiftung befindet sich unter anderem das Gebäude Deutschhofstraße 33 in Heilbronn. Die Stiftung hat ein Vermögen von rund 570.000 Euro.

Die Alfred-Beck-Stiftung fördert insbesondere Maßnahmen in der Seniorenbetreuung im Stadtkreis Heilbronn. Die Förderung betrug in 2019 rund 219.000 Euro. Das Vermögen der Stiftung beläuft sich auf 1,7 Mio. Euro.

Die Erträge aus der Kinkelin-Stiftung, der Pfleiderer-Stiftung, der Paul- und Karoline-Ulbrich-Stiftung, der Link’schen Familienstiftung und der Wüba-Stiftung kommen dem Seniorenheim Katharinenstift in Heilbronn zugute. So konnte die Einrichtung im vergangenen Jahr mit einem Gesamtbetrag von rund 20.000 Euro gefördert werden.

Die Stadt verwaltet aber auch Stiftungen, die durch Preisvergaben besondere Leistungen von Schülern würdigen. Dank der Wilhelm-Maybach-Stiftung kann jährlich der Wilhelm-Maybach-Preis für die beste Schülerin beziehungsweise den besten Schüler an der gleichnamigen Schule vergeben werden. Weitere Schülerpreise können unter anderem aus der Stiftung für die Handelsschule (Gustav-von-Schmoller-Schule), aus der Robert-Mayer-Stiftung (Robert-Mayer-Jugendpreis) und aus der Stiftung für Bauschulen(Johann-Jakob-Widmann-Schule) finanziert werden. Die Finanzierung eines weiteren Schülerpreises und die Förderung von Deutschschülern an der Gustav-von-Schmoller Schule erfolgt durch die Erna-Jauer-Herholz-Stiftung. Zudem unterstützt sie die Betreuung und Vergabe des Jauer-Herholz-Archivs in der Stadtbibliothek.

Darüber hinaus gibt es durch die Hans-Jäckh-Stiftung eine Preisvergabe für wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden.

Eine finanzielle Unterstützung des Tierschutzvereins Heilbronn ermöglichen die Erträge der Lang-Stiftung. In 2019 konnte der Tierschutzverein Heilbronn mit einem Betrag von rund 600 Euro unterstützt werden.

Die Erträge aus der Stiftung Festungspionierstab werden für die Niederlegung eines Kranzes am Volkstrauertag an der Ehrentafel der Kameradschaft im Hafenmarktehrenmal verwendet.

Dem städtischen Sozialhaushalt kommen die Erträge der „Übrigen Sozialstiftungen“ und der Achtung´schen Stiftung zugute.

Ebenfalls soziale Zwecke unterstützen die Stiftung für Kriegsbeschädigte, die Stiftung für Freistellen in Kinderheimen und die Stiftung für Freibetten im Krankenhaus.

Die Friedrich-Niethammer-Stiftung setzt sich für die Verbesserung der Lebenssituation Heilbronner Kinder ein. Die Stiftung wird unterstützt durch Bußgeldzuweisungen der Staatsanwaltschaft und des Amtsgerichts Heilbronn. Die Stiftung hat ein Vermögen von rund 427.000 Euro. Die Stiftung finanziert seit 2016 das Projekt "Kunstatelier der Friedrich-Niethammer-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule". In Halbjahresprojekten werden Schülern kreative Nachmittagsworkshops an Heilbronner Schulen angeboten. Das Projekt erhielt in 2019 einen Zuschuss in Höhe von 14.000 Euro.

Die Dr. Annette-Fuchs-Stiftung wurde von Emilie Fuchs zum Gedenken an ihre verstorbene Tochter ins Leben gerufen. Mit den Erträgen werden Kinder aus dem Stadtkreis Heilbronn gefördert, die gesundheitlich oder in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind. In 2019 betrug die Förderung 2.000 Euro. Das Vermögen der Stiftung beläuft sich auf rund 620.000 Euro.

Neben den Stiftungsmitteln verwaltet die Stadt Gelder aus dem Nachlass der Heilbronnerin Irmingard Wild. Aus ihrem Vermögen flossen bislang rund 948.000 Euro in den Bau und den Betrieb des Early Excellence Centers im Familienzentrum Olgakrippe. Das aus Großbritannien stammende Konzept zielt auf die Integration und Vernetzung von Angeboten im Bereich der Erziehung, Pflege und Bildung für die ganze Familie ab.

Aus den Erträgen des Rombach-Nachlass wird die Verleihung der Rombachpreise an Schülerinnen und Schüler oder Studierende aus den Bereichen Literatur, Bildende Kunst oder Musik gefördert. In 2019 wurden Preise in Höhe von 1.150 Euro verliehen.

Die Stadt verwaltet zudem den Nachlass Walter und Ingrid Kleinbach. Die Erträge des Nachlasses der verstorbenen Eheleute Kleinbach werden für die Unterstützung von hilfsbedürftigen Kindern und Bewohnern von Seniorenheimen verwendet.

Die Erträge aus dem Nachlass Fritz Werner werden aus Verwertungsrechten erzielt und dienen der Förderung der Werke von Fritz Werner.

 

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