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Heilbronn: Corona hat erhebliche Konsequenzen für den Spielplan des Theaters

Die anhaltende Corona-Pandemie und die damit einhergehende erneute Einstellung des Vorstellungsbetriebes haben erhebliche Konsequenzen für den Spielplan des Theaters Heilbronn in der laufenden Saison. So wird das für Mai 2021 geplante Festival Tanz! Heilbronn nicht stattfinden können. Mehrere Premieren müssen auf die nächste Spielzeit verschoben werden. Und einige Gastspiele im Bereich Musik- und Tanztheater, die bereits vor der Corona-Pandemie vertraglich gebunden wurden, können wegen Unvereinbarkeit mit den derzeit geltenden Hygiene- und Abstandsregeln für Bühnenkünstler und Musiker nicht gezeigt werden.

Aktuell hofft das Theater, dass der bis 30. November ausgesetzte Spielbetrieb ab 1. Dezember wieder aufgenommen werden kann. Mit einer Entscheidung der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten wird nicht vor Mitte November gerechnet. Die Proben für die Stücke, die im November Premiere haben sollten, werden bis zur Generalprobe weitergeführt, um sie im Dezember zur Premiere bringen zu können. Das betrifft das Weihnachtsmärchen »Der Räuber Hotzenplotz« im Großen Haus, die Komödie »How to Date a Feminist« im Komödienhaus und die Komödie »Mein Freund Harvey« im Großen Haus. Die neuen Termine werden veröffentlicht, sobald sie feststehen.  Sollte der Lockdown für die Theater länger andauern, werden die Planungen entsprechend angepasst.
Nach dem jetzigen Stand der Dinge sind das die Spielplanänderungen im Einzelnen:

2021 kein Tanz! Heilbronn – zuverlässige Planung des Festivals nicht möglich

Das eigentlich für Mai 2021 geplante internationale Festival Tanz! Heilbronn muss wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Normalerweise würde jetzt die Festivalplanung für das fünftägige Event in die heiße Phase gehen: Compagnien und Einzelkünstler aus vielen Teilen der Welt würden aktuell vertraglich gebunden und Gäste für das Rahmenprogramm verpflichtet werden. Doch die unsichere Lage im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus und die Ausweitung der Risikogebiete auf die meisten Länder der Welt machen eine verlässliche Planung unmöglich. Deshalb hat die Theaterleitung des Theaters Heilbronn zusammen mit der Festivalkuratorin Karin Kirchhoff schweren Herzens entschieden, das Festival auch für 2021 auszusetzen. Karin Kirchhoff verlässt nach 12 Jahren engagierter und prägender Arbeit als Festivalkuratorin Tanz! Heilbronn und übernimmt ab 1. November 2020 eine neue Tätigkeit bei der Kulturstiftung des Bundes, wo sie den Bereich »Tanzland« verantwortet.
Die Kuration des Festivals Tanz! Heilbronn wird in einem Ausschreibungsverfahren zeitnah neu besetzt werden. Ab 2022 wird das Festival hoffentlich wieder fester Bestandteil des Heilbronner Theaters sein.


Einige Premieren im Großen Haus und im Komödienhaus werden in die nächste Spielzeit verschoben
Durch die Einschränkungen des Spielbetriebes sieht sich das Theater gezwungen, die Anzahl der Neuinszenierungen zu reduzieren. Die für diese Spielzeit geplanten Premieren von  »Vor Sonnenaufgang« von Ewald Palmetshofer und »High Society« von Cole Porter im Großen Haus werden auf die Saison 2021/2022 verschoben. Auch »Die Zeitmaschine« nach H.G. Wells im Komödienhaus wird erst in der Spielzeit 2021/2022 gezeigt werden. Bei den Inszenierungsteams gibt es keine Veränderungen.


Schulen dürfen nicht in die BOXX – weniger Stücke für Kinder und Jugendliche in dieser Spielzeit
Schon vor dem Kultur-Lockdown durften mit Ausrufung der Pandemiestufe 3 in Baden-Württemberg Schulkassen weder das Theater besuchen, noch dürfen die Theater mit ihren Klassenzimmerstücken und Workshops in die Schulen hinein. Auch in der BOXX werden die Inszenierungen »Mein ziemlich seltsamer Freund Walter« und »Schöne neue Welt«, die für den Frühling und Sommer 2021 geplant waren, auf die kommende Saison 2021/22 verschoben. 

Einige nicht Corona-konforme Gastspiele im Musiktheater werden nicht gezeigt
Die meisten Gastspiele im Musiktheater wurden in ihren jeweiligen Theatern bereits vor Corona inszeniert und vertraglich für das Theater Heilbronn gebunden. Deshalb entsprechen sie nicht den strengen Corona-Auflagen und konnten nicht uminszeniert werden. Das betrifft die Oper »Madama Butterfly« aus Heidelberg und das Musical »Sunset Boulevard« aus Kaiserlautern.

Tanz aus Mannheim, »Don Giovanni« und  »Il Trovatore« sollen vorerst bleiben
Nicht gezeigt werden kann auch das Tanzstück »Next Paradise« vom Nationaltheater Mannheim. Hier ist es aber gelungen, stattdessen die neueste Kreation des Mannheimer Ballettintendanten Stephan Thoss  einzuladen: In dem gerade erst uraufgeführten »My Island« setzt er sich künstlerisch mit der neuen Realität des Tanzes als Dis-Tanz auseinander. Der Ballettabend »Nijinski« aus Hannover kann erst in der Saison 2021/2022 gezeigt  werden.
Das Staatstheater Saarbrücken hat »Il Trovatore« in einer sehr überzeugenden Inszenierung schon unter Berücksichtigung der Corona-Regeln zur Premiere gebracht. Auch das Team von »Don Giovanni«  aus der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater Stuttgart erarbeitet eine den neuen Anforderungen entsprechende Inszenierung einer der schönsten Mozart-Oper.

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