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Heilbronn: Grüne Oase statt Beton - Temporäres Projekt: „Klimawäldchen am Wollhaus“

Die letzte Schraube am Eingang zum Klimawäldchen wird eingedreht, im Hintergrund Bürgermeister Wilfried Hajek (r.), Grünflächenamtsleiter Hans-Peter Barz (l.), Projektbeauftragter Niklas Köppel (2.v.l.) und Betriebsamtsleiter Dieter Klenk.

Aufmerksamen Passanten und Autofahrern wird die zuletzt immer sichtbarer gewordene grüne Oase am Wollhaus bereits aufgefallen sein: Auf der rund 800 Quadratmeter großen Abbruchfläche zweier zum Wollhaus gehörenden Pavillons wird die Stadt Heilbronn in den nächsten Wochen ein „Klimawäldchen“ fertigstellen.

„Wir haben nach dem Abbruch der beiden Pavillons nach einer sinnvollen und attraktiven Zwischennutzung für die zentral gelegene Betonfläche gesucht“, sagt Bürgermeister Wilfried Hajek. Das nun realisierte Projekt sei das Ergebnis eines internen Wettbewerbs beim Grünflächenamt. „Dabei hat sich das von Verena Klenske und Niklas Köppel eingereichte Konzept des Klimawäldchens gegen eine Vielzahl unterschiedlicher Vorschläge durchgesetzt.“ Für die Verwirklichung des Provisoriums stand ein Budget von 150 000 Euro zur Verfügung.

Der Siegerentwurf reagiert auf die zuletzt geführte Diskussion um Feinstaub und Stickoxide, die insbesondere in Winter für schlechte Luft in Städten sorgen. Mit dem Klimawäldchen werde nun ein Ort geschaffen, der nicht nur symbolisch frische Luft in die Stadt bringt. „Die Natur soll an diesem Ort, umgeben von Beton und Asphalt, aus dem Boden sprießen und eine kleine grüne Oase schaffen, die selber ein wenig frische Luft produziert“, betont Grünflächenamtsleiter Hans-Peter Barz.

Zugleich soll das temporäre Projekt zeigen, wie wohltuend und erfrischend das Grün auf Betrachter und Besucher wirkt und wie wichtig das Grün für ein gesundes Klima in der Stadt ist. „Einen deutlichen Temperaturunterschied wird an heißen Tagen bemerken, wer sich von der Straße in das Wäldchen hineinbegibt“, so Barz weiter.

Sitzgelegenheiten und Wassersprühnebel

In Eigenleistung hat das städtische Betriebsamt in kurzer Zeit und mit einfachsten Mitteln den „Pop-up-Wald“ entstehen lassen. Rund 200 Bäume und Sträucher – darunter Rotahorn, Götterbäume, Birken, Erlen, Rotesche, Zitterpappeln, Ginkgos, aber auch immergrüne Lebensbäume, Fichten und Kiefern – sitzen auf einer Baustahlmatte auf, befestigt mit Spanngurten. Mit Kokosgewebe verschönerte Sandsäcke begrenzen das Substrat, das der Natur auf dem Betonboden die Lebensgrundlage schafft.

Begehbar wird das Wäldchen durch einen Pfad, der wie eine Schlaufe durch das Grün führt und durch Stühle gesäumt wird. In der Mitte der Anlage wird es eine Freifläche geben, die mit drei Bank-Tisch-Kombinationen ausgestattet wird. Aufbauend auf der installierten Bewässerungsanlage wird es an zwei Stellen wohltuend kühlende Wassersprühnebel geben, die jeweils über eine Zeitschaltuhr an den Sprühdüsen gesteuert werden.

Nach Beendigung des Provisoriums werden die Bäume und die meisten Materialien im Stadtgebiet weiterverwendet.

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