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Region: Kein großer Widerstand bei viertem Atommüll-Transport auf dem Neckar

Obrigheim/Neckarwestheim: Heute kurz vor 13.00 Uhr erreichte der vierte von insgesamt fünf Castortransporten mit hoch radioaktivem Atommüll das Kernkraftwerk Neckarwestheim.

Der Schubverband, beladen mit drei Castorbehältern voll hochradioaktivem Atommüll, hatte in der Nacht gegen 2 Uhr am Kernkraftwerk Obrigheim abgelegt. Kräfte des Polizeipräsidiums Einsatz, der Polizeipräsidien Heilbronn und Ludwigsburg sowie der Bundespolizei sicherten den Transport. Castorgegner hielten am Morgen gegen 08.00 Uhr auf der Heilbronner Theresienwiese eine angemeldete Mahnwache ab. Daran beteiligten sich ca. 15 Menschen. Im weiteren Verlauf der Strecke, unweit des Segelfluggeländes Heilbronn-Böckingen, begaben sich acht Aktivisten in Neoprenanzügen ins Wasser. Die Versammlungsbehörde löste diese Versammlung auf und die Schwimmer wurden von der Wasserschutzpolizei aus der Fahrrinne in Richtung Ufer abgedrängt. Der Schubverband passierte anschließend in langsamer Fahrt diese Stelle. Die Aktivisten wurden, nachdem sie das Wasser verlassen hatten kurzfristig in Gewahrsam genommen. Zeitgleich mit dieser Aktion brachten andere Castorgegner an derselben Stelle schwimmfähige Gegenstände in den Neckar ein. Die Gegenstände wurden von einer Bootsbesatzung der Wasserschifffahrtsverwaltung aus dem Wasser geborgen und von der Polizei beschlagnahmt. Der polizeiliche Einsatzleiter, Polizeivizepräsident Thomas Berger, zeigte sich mit dem Einsatzverlauf rundum zufrieden: "Der Transport hat sicher Neckarwestheim erreicht ohne dass von den Kernkraftgegnern oder von der Polizei jemand zu Schaden gekommen wäre".