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Polizeireport vom 11. Oktober 2017

Heute Morgen, gegen 05.35 Uhr, startete der dritte Schiffstransport mit ausgedienten Brennelementen vom Kernkraftwerk Obrigheim in Richtung Neckarwestheim. Der Schubverband - bestehend aus einem Schubboot und einem Schubleichter - erreichte nach etwas über 11-stündiger Fahrt auf dem Neckar sicher seinen Zielort. Kräfte des Polizeipräsidiums Einsatz, umliegender Polizeipräsidien und der Bundespolizei sicherten den Transport über die Transportstrecke von 52 Flußkilometern. Dabei kamen unter anderem ein Polizeihubschrauber, Boote der Wasserschutzpolizei und Kräfte der Bereitschafts- sowie der Bundespolizei zum Einsatz. In Gundelsheim versammelte sich eine kleine Gruppe von Kernkraftgegnern zu einer angemeldeten Mahnwache. Dort begaben sich vier Atomkraftgegner in Neoprenanzügen in den Neckar, um auf diese Weise gegen den Castortransport zu demonstrieren. Nach Auflösung der Versammlung durch die Versammlungsbehörde wurden die Schwimmer von der Wasserschutzpolizei aus dem Wasser geholt. Bei einer weiteren Störaktion ketteten sich fünf Personen auf der Neckarbrücke über der Schleuse Gundelsheim am Brückengeländer fest. Allen Aktivisten wurden jeweils Platzverweise erteilt. Auf den Transport hatten die Aktionen keinen Einfluss - er konnte ungehindert und ohne Zeitverzug seinen Weg fortsetzen. Im weiteren Verlauf des Transports versammelte sich in Heilbronn auf der Otto-Konz-Brücke eine ca. 15-köpfige Personengruppe und demonstrierte friedlich gegen die Castortransporte.